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tamul


Nach den ergiebigen regenfällen der letzten tage sollte der wasserfall von tamul beeindruckende wassermassen liefern. Es gab die möglichkeit mit kanus zu der basis des wasserfalls zu gelangen aber die strömung und die stromschnellen waren zu gefährlich, alle kanus waren am ufer vertäut. carlos jesus, ein freundlicher mexikaner, bot uns an, mit ihm und seinen freunden zu den fällen zu fahren, der weg dorthin -meinte er- sei unpassend für unseren großen truck. Nach etlichen kilometern und einer anstrengenden wanderung waren wir da. Das türkisfarbene wasser stürzt 105m senkrecht in einen anderen, der vielen regenfälle wegen, reißenden und schlammig gefärbten fluss. Sehr eindrucksvoll.

Danke an carlos, dass wir das erleben konnten, denn in der tat, der weg dorthin war derart zugewachsen, kein durchkommen mit unserem dicken lkw.

edward james


Der exzentrische multimillionär, 1907 als spross reicher schottischer eltern gebohren, verkehrte im englischen adel und war mit surrealistischen künstlern wie dali und magritte befreundet. 1947 kam er nach méxico und wollte hier seinen garten eden erschaffen. Im mexikanischen regenwald, 5 km östlich vom örtchen xilitla entfernt kaufte er ein stück regenwald und ließ unzählige orchideen anpflanzen, die aber allesamt 1962 in einer kälteperiode erfroren. Daraufhin beschloss er, die orchideen lieber in beton in einem skupturengarten zu verewigen. Bis zu edward james’ tod errichteten unzählige bauarbeiter, zumeist ansässige otomí-idianer, eine fantasiewelt, die sich ohne ein erkennbares system willkürlich in den urwald erstreckt. Von den 36 kuriosen bauwerken ist lediglich eines bewohnbar und viele sind oder wirken unvollendet. Der exzentriker, von den mexikanern „the crazy englishman“ genannt, verbetonierte hier fast sein gesamtes vermögen. er starb 1984 und hat wohl wenig musestunden in seinen garten eden genießen können, stattdessen instruierte er wohl über 20 jahre betonmischenden bauarbeiter. Das betonieren war das ziel.

drive to xilitla

tourist view ... ... often the reality!

Wir fuhren durch die sierra madre oriental in den regenwald des golfs von mexico. Und wie es sich für einen regenwald gehört, regnete es den ganzen tag in strömen. Für die 250 km brauchten wir fast 8 stunden, denn es reihte sich kurve an kurve und es gab unzählige topes (dazu mehr in einem kommenden blogbeitrag). die größte herausforderung aber war, die dachfenster von unserem atego auch auf dem dach zu belassen. Die äste hingen regenschwer in die fahrbahn…

Ausdruck tiefer mexikanischer religiösität gabt´s überall zu sehen, zahlreiche mini kapellchen säumten den weg.

tula


Tula war die hauptstadt der tolteken und wie teotihuacán (siehe blogbeitrag: https://blog.guthier.com/?p=2512&lang=en ) ist sie wohl ebenfalls gezielt von ihren erbauern zerstört worden. übrigens ist die aufstellung der säulen auf der restaurierten tlahuizcalpantecuhtli pyramide von der archäologen vorgenommen worden und entspricht nicht dem historischen gegebenheiten. 

Mehr infos gibt´s hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Tula_(archäologische_Stätte)

pépe´s rv park


… on the tour again … nach 3 1/2 monaten pause holten wir unseren truck bei pépe wieder ab.

méxico city / 2


México Centro ist – aus dem Lot. Die Stadt wurde ursprünglich auf einer Insel gegründet. Der umgebende See ist längst verschwunden, aber der weiche Untergrund lässt die Altstadt peu-à-peu versinken. 10 Meter in den letzten 70 Jahren hat der Untergrund bereits nachgegeben. Alles ist schräg und schief. Paläste, Türme, Kirchen – da kann Europa mit einem einzigen schiefen Turm einpacken.

México Centro ist – militärisch. Überall Herrscharen von Soldaten mit Schildern und Gewehren. Als würde sich die Stadt jeden Morgen aufs Neue für eine Grossdemonstration rüssten. Die Entsendung von Soldaten sind Méxicos Antwort auf soziale Konflikte. Im Centro von México City sorgen sie für die Sicherheit der Besucher – mit Erfolg.

México Centro ist – sauber. Wer nicht in der Armee ist, wird mit einem Besen bewaffnet. Überall wird gefegt und aufgelesen. Mülltrennung findet nicht am Mülleimer sondern am Müllauto statt, wo fleissig alles auseinander sortiert und die Wertstoffe von Hand herausgesucht werden.

© Bettina Guthier

templo mayor / tenochtitlán


Dieser tempel war einst der wichtigste und größte tempel der aztekischen hauptstadt tenochtitlán. Das zentrum der stadt lag damals auf einer insel im see von texcoco, dieser ist später trocken gelegt worden und heute steht mexiko-city auf diesem sumpfigen gelände. Der templo mayor wurde von den azteken mehrfach (insgesamt 7 mal) allseitig überbaut und somit immer größer. Die letzte erweiterung erfolgte um das jahr 1487 und die pyramide wuchs auf fast 60m höhe. Mit einer 4tägigen feier wurde der tempel neu eingeweiht und für tausende menschen was das ein ganz besonderer tag, sie wurden nämlich geopfert.

Als der spanier hernán cortés nach tenochtitlán kam war er ganz entzückt und befand diese stadt schöner als malaga, was ihn aber nicht davon abhielt 1521 die stadt dem erdboden gleich zu machen und tausende indios zu meucheln.