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silver mines & „holy“ inquisition


aus den silberminen in der province guanajuato sind bis heute fast 40% des weltsiberbestandes gefördert worden und das bescherte ab dem 16ten jahrhundert der spanischen krone unermessliche einnahmen. Meist indios mussten als sklaven unter tage schuften und bekamen lediglich eine essensration als „lohn“. Im 18. jahrhundert war guanajuato die reichste stadt in mexiko und weltweit führend im silberbergbau, aus dieser zeit stammen auch die meisten prunkbauten und kirchen.

Überhaupt war die zeit der „heiligen“ inquisition recht unlustig für die eingeborene bevölkerung. Die grausamkeit der eroberer beflügelte die phantasie im kreieren neuer folterinstrumente. Einige sind in einem kleinen museum (in der nähe der silbermine in valenciana) ausgestellt.

templo la valenciana (iglesia de san cayetano) guanajuato


freunde, ihr wisst wie kritisch ich gegenüber religionen und kirchen eingestellt bin, aber hier ist eine story, die muss ich einfach posten:

„einer legende zufolge soll der spanier, der in der nähe die san-ramón-mine eröffnete, dem heiligen san cayetano versprochen haben, ihm zu ehren eine kirche zu bauen, wenn die mine ihm reichtum beschere.“

Hier aber mein favorite: „Eine andere sage will wissen, dass conde de rul, der silberbaron von valenciana, für die Ausbeutung der mienenarbeiter sühne leistete, indem er die prächtigste aller kirchen in stil des churrigierimus erbauen ließ.“

Wahrscheinlich mussten die tagelöhner von conde de rul die kirche für ein „vergelt´s gott“ bauen – war ja für einen guten zweck.

teatro juarez / guanajuato


ok, ok, als deutscher über pünktlichkeit zu reden, kann schnell peinlich werden. Aber wenn schon die mittagspause bis 17uhr geht, dann sollte man vielleicht die 50 leute, die um einlass begehren, nicht 30 minuten warten lassen. für´s fotografieren muss extra bezahlt werden, auch ok, aber dann bitte nicht alles absprerren, was eine gute perspektive ergeben könnte.

erbaut wurde dieses theater zwischen 1873 und 1903 und der damalige diktator porfirio díaz zeichnet für die protzige innendekoration mit verantwortlich.

guanajuato


Traveler, kommst du nach guanajuato, übernachte hier: 21.00´52“N – 101.15´25.8W (in der nähe des „monumento el pipila“. Und kommt ihr mit großen (hohen) campern, dann bitte aufpassen und nicht in den zahlreichen tunneln stecken bleiben.

Die alte silberstadt liegt eingeklemmt zwischen bergen, hat viele prunkbauten und noch mehr kirchen aber keinen platz für einen großen, zentralen park. Dafür gibts viele lauschige, mit großen bäumen bestande plätze, unzählige kneipen und noch mehr souvenir shops. Gefeiert wird gerne, viel und ganz wichtig: laut.

guadalajara


Einige impressionen aus mexiko´s zweitgrößter stadt.

sayulita


Um hier nicht aufzufallen, sollte man alles mit einem surfbrett unterm arm erledigen, auch shoppen gehen. Der typ von der strandbar, der bereits vor sonnenuntergang die stühle aus dem sand räumt und die sonnenschirme einklappt, bedeutete uns, wir könnten gerne noch sitzen bleiben und uns im benachbarten oxxo (einer kleinen supermarktkette) einige kalte getränke kaufen. Strandverkäufer bieten von zuckerwatte bis zigarren, von hängematten bis sonnenschirme alles feil, wobei diese chicos nicht unbedingt auf der sonnenseite stehen.

mazatlán_market


einige, weitere impressionen von der Markthalle.