hier mal einige bilder vom beach in popoyo / nicaragua.
Rückwärts bis zum kraterrand.
Für die fotografen hat sich die parkverwaltung vom masaya krater etwas besonderes einfallen lassen. Es gibt eine daytour, die endet um 16uhr und es gibt eine nighttour, die beginnt um 18uhr. Jetzt, anfang dezember geht die sonne bereits vor 18uhr unter und bis endlich die schranke zur auffahrt geöffnet wird, ist auch das letzte bisschen interessante dämmerungslicht vorbei und es ist stockdunkel. Scheiße!
Ein pulk von jeweils 20 autos werden durchgelassen, dann geht die schranke wieder zu. Oben angekommen heißt es rückwärts einparken – bis an den kraterrand. Unfassbar, keine 10 meter zu fuss und du schaust dem masaya in den schlund. Nun ja, das auto steht ja in fluchtrichtung…
Der 1061m hohe telica ist einer der aktivsten vulcane in nicaragua und liegt lediglich 15 km entfernt von der stadt león. Leider ist die zufahrt eng und dicht überwachsen, kein durchkommen für unseren lkw.
Der telica gehört zu einer ganzen kette von aktiven vulkanen in nicaragua und beim aufstieg zum krater kann man die anderen berge danpfen sehen. Der hauptkrater des telica hat einen durchmesser von 700m und – bei einsetzender dunkelheit und aufklarender sicht – kann man lava in 120 tiefe erkennen. Die glühende lava lässt dann den aufsteigenden dampf rötlich leuchten. Ein „must see“ auf einer tour durch nicaragua.
Wir waren überrascht, als wir am eingang zu den ruinen von copán eine große, freilebende kolonie von aras sahen. Vielleicht hundert dieser eindrucksvollen, großen papageien kreischten um die wette und flogen in großen gruppen über die ruinen.
Die population besteht großteils aus nachzuchten, die ausgewildert wurden und deren nachwuchs. In der nähe von copán gibt’s seit wenigen jahren den „macaw mountain park“, der illegal gehaltene aras aufnimmt und, wenn noch möglich, auswildert. Tiere, die zu stark auf den menschen geprägt sind und nicht mehr in freiheit überleben könnten, leben in großen gruppen in volieren. Dort ziehen sie pro jahr 4 bis 5 junge groß, während ihre freilebenden kollegen durch futtermangel und anderen gefährdungen lediglich 1-3 küken alle paar jahre durchbringen. Und wenn der nachwuchs gelernt hat, sich selber zu verpflegen, dann geht´s ab in die freiheit.
Wir wussten, dass oktober noch nicht die zuverlässigste zeit ist, die vulkane in guatemala zu besteigen und so waren auch die wetterprognosen nicht sonderlich gut. Wir warteten einen tag ab, für den wenigsten kein regen vorhergesagt war.
Nachmittags um zwei gingen wir mit unserem guide los, und liefen den von pferden zugeäpfelten schmalen weg richtung pacaya. Das wetter verschlechterte sich, der wind frischte zum sturm auf, der nebel verdichtete sich zum nieselregen. Fast am gipfel kamen uns eine touristin mit ihrem guide entgegen. Sie hatten den pacaya fauchen gehört aber nichts gesehen. Dieses nichts wollten wir auch sehen, also stapften wir im losen lavagestein weiter. Am kraterrand wurden wir vom sturm fast weggeblasen und suchten deckung hinter einigen felsen. Und dann, für immerhin fast 5 sekunden, gab´s eine wockenlücke. Dann war er wieder weg, der pacaya.
Heute vor 66,04 millionen +/- 32.000 jahren schlug der chicxulub meteroit auf der yucatan halbinsel ein (in der nähe des heutigen ortes chicxulub puerto) und hinterließ einen krater im durchmesser von 180km (innerer ring) und 300 km (äußerer ring) und 20km tiefe. Der meteroid hatte einen durchmesser von 10km, war 20 bis 40km/sec schnell und expoldierte mit einer sprengkraft von mindestens 200 millionen hiroshima bomben. Vom einschlagskrater ist in der landschaft allerdings nichts mehr zu erkennen aber viele cenoten haben ihre existenz der schockwelle zu verdanken. Der chicxulub meteroid war wohl das letzte, was die dinosaurier sahen und mit ihnen starben fast 75% aller arten aus.
hier ist ein kurzes video von unserer kanufahrt durch die mangroven zu den flamingos.