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buckelwale


Wir fragten uns: wovon leben denn die leute auf den inseln von digby neck? Antwort: vom lobster und muscheln fangen und vom waltourismus. wale aus naechster nähe, einem versprechen, das wir testen wollten! Mit einem zodiak (einem schlauchbot mit dickem außenbordmotor) ging´s raus in die bay of fundy und wir hatten glück: nach einer halben stunde entdeckte unser skipper die ersten wale. Motor abstellen, treiben- und wale näher kommen lassen. Es waren drei buckelwale, die mit 12-15m schon erwachsen waren. Das boot fanden sie nicht beeindruckend, sie kannten das wohl schon. Das kleine gummiding beißt nicht und wenn schon, 25 bis 30 tonnen ist ein gewichtiges argument. Übrigens sind die buckewale sehr kommunikativ und bei einer lautstärke bis zu 190 dezibel auch schwerlich zu überhören. Unsere dreiergruppe döste, tauchte ab und wann in die tiefe und dann verabschiedete sich einer mit einem großen sprung aus dem wasser von seinen kumpanen. In diesem moment hätte ich besser nicht gerade das objektiv wechseln sollen… © n.g.

balancing rock


Ein toller wanderweg auf long island / digbys neck fuehrt zum phänomenalen „balancing rock“. er ist etwa 1,30 m breit und 6,6m hoch. Als eine bizarre laune der natur blieb diese große basaltsäule  frei stehen nachdem wohl viele ähnliche ins meer gekippt oder an land gestürzt sind.

So, und jetzt werde ich etwas klugscheißen:

Vor ca. 200 millionen jahre lag nova scotia inmitten von dem super-kontinent pangaea. Während der trias zeit kam bewegung in die sache und pangea zerbrach in nord- und südamerika, afrika und den atlantischen ocean.

So stand´s auf einer infotafel am „balancing rock“

… und eigentlich hing eurasien, indien und australien auch noch dran. © n.g.

norman veinott


wenn Ihr zufaellig nach pleasantville in der naehe von lununburg / nova scotia kommen solltet, dann schaut doch mal bei norman vorbei und entscheidet selbst ob´s kunst ist oder ob´s weg kann. norman schweißt in seiner werkstatt seit 30 jahren aus alten, gebrauchten autoteilen seine objekte zusammen. Das war so ziemlich die einzige information, die der wortkarge morman mir anvertraute. Wollt Ihr normans mailadresse haben? Fehlanzeige, so etwas hat norman nicht. Meldet Euch bei mir und ich schicke Euch die telefonnummer. Und norman ist, laut seiner visitenkarte, 25 stunden im einsatz. © n.g.

 

hitchBOT


was für ein geile idee! Ein roboter, der quer durch kanada trampt, alleine. Von halifax nach victoria, mindesten 6125 km von küste zu küste. Ein  kunstprojekt, das zeigen wird, ob roboter angst vor menschen haben sollten. Für menschen ist trampen in kanada übrigens verboten. Die idee wurde von frauke zeller  und david harris smith geboren, sie sind quasi die eltern von hitchBOT. Es  (hitchBOT ist ein neutrum) steht am straßenrand und winkt mit den schwimmnudelärmchen, die schwimmnudelbeinchen stecken in kinder-gummistiefeln, der kopf ist eine käseglocke mit zwinkernden digitalaugen. Ab und wann fragt es etwas, macht selbstständig aufnahmen auf seiner reise, ist mit facebook und twitter verbunden und sendet seine gps  position . seine eltern hoffen auf viele adventures und dass es regelmäßig am zigarettenanzünder aufgeladen wird oder bei gastfamilien uebernachten darf, wenn das wetter mal zu garstig zum trampen sein sollte.

Ich hatte von diesem projekt schon vor unserer abreise in deutschalnd  im radio gehört, aber die wahrscheinlichkeit, das kerlchen zu treffen war nicht sehr groß. Eine freundin schrieb uns nach halifax, dass hitchBOT am 27.07. –orts- und zeitgleich mit uns- seine reise starten wuerde.  Ich schrieb sofort davis harris smith an und bekam prompt eine antwort. So kam hitchBOT zu einer sonderfahrt in unserem truck. Beim ein-und ausladen am pier von halifax versammelten sich gleich eine menge menschen. Alle hatten von hitchBOT in den medien gehört und alle waren begeistert von der idee. Sensationell, das projekt hatte es schon weltweit in die medien geschafft BEVOR es auf die strecke ging!

Wir wüschen hitchBOT eine gute reise und werden berichten, was es erlebt und ob es victoria wohlbehalten erreicht. © n.g.

 

halifax


irgendwo – mitten auf dem atlantik – überflogen wir unseren truck, der mit dem schiff auf dem weg nach haliax war. dort mussten wir auf ihn warten, denn das schiff hatte 3 tage verspätung. halifax, eine stadt mit rund 290.000 einwohnern, scheint im aufbruch zu sein, zumindest sieht man überall in der stadt baukräne. das hängt wohl nicht mehr mit der explosion von 1917 zusammen, als ein mit sprengstoff beladenes schiff im hafen, nach einer eher harmlosen havarie mit einem anderen frachter, in brand geriet und wenig später explodierte. 200 tonnen tnt und  2300t explosive pikrinsäure erzeugten die bis dato stärkste je durch menschen verursachte explosion bei der 1946 menschen starben. dieser „rekord“ wurde erst durch das zünden der atombombe über hiroshima eingestellt.