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Yearly Archives: 2014

blue spring


In florida gibt´s quellflüsse, die einfach so aus dem boden sprudeln. Einer davon ist der „blue spring“, dort quellen ca  400 millionen liter am tag (104 million gallons |day) aus dem boden und weil die temperatur beständig –auch im kühlen winter- 21 grad celsius beträgt (70 grad fahrenheit), halten sich in diesem quellfluss ab mitte november viele manatees auf. Diese viecher sind übrigens mit den elefanten verwandt, dümpeln schnaufend durchs wasser und sind absolut friedlich. Leider -und gleichermaßen verständlich- darf man mit den unter schutz stehenden manatees nicht schwimmen.

Die vegetation entlang des quellflusses ist überwältigend schön und das hat sich auch bei den touristen herumgesprochen. Dementsprechend ist der park oft überlaufen. Unter der woche im november waren wir aber fast alleine. Ein absolutes Highlight. © n.g.

3 d pictures / read instructions!


wer zwei gesunde augen hat sieht stereo, das ist also nichts außergewöhnliches. auf unseren computersceens sehen wir bilder zweidimensional – auch das ist normal. hier gibt´s nun die möglichkeit, ein bild dreidimensional zu sehen und zwar ohne hilfsmittel. das stereobild besteht aus zwei fast identischen einzelbildern, die etwas versetzt –meist mit dem natürlichen augenabstand- aufgenommen wurden. bei den vorliegenden stereobildern ist das bild für das rechte auge links angeordnet und das für´s linke auge rechts. und jetzt heißt´s schielen!

so geht´s: das stereobild öffnen und dabei sollte die abbildungsgröße nicht mehr als 16 cm (für beide bilder zusammen) betragen. der Monitor sollte so viel schwarzes Umfeld wie möglich haben (die seite also über den ganzen sceen aufziehen), der betrachtungsabstand  25-40cm (Nasenspitze zum screen). jetzt mit dem rechten auge das linke und mit dem linken das rechte bild anschauen. dann passiert etwas eigenartiges: man sieht 3 bilder! das linke und das rechte bild ist mono, das virtuelle in der mitte ist dreidimensional. achtung: nicht zu lange versuchen, es braucht etwas training aber bitte nicht übertreiben! für „stehen gebliebene“ augen und kopfschmerzen keine haftung. :- )

ansonsten viel spaß und gebt mir feedback ob´s klappt oder nicht. also bitte postet einen comment. danke.

kingsley plantation


Hatte ich mich in meinem blogbeitrag über die plantage in charlston (siehe: https://blog.guthier.com/?p=1051) darüber ausgelassen, dass über die sklaverei kaum ein wort verloren wurde, so wurde dies hier auf sehr eindrückliche art und weise nachgeholt. Viele schautafeln berichteten und zeigten die greueltaten der damaligen zeit und ein audioguide gab zusätzliche hintergrund informationen. Ein absolutes muss und Highlight, wenn´s Euch mal in diese ecke der welt verschlägt.

Schon die zufahrt durch die sümpfe von nord-florida ist ein erlebnis und der eintritt ist überdies frei. © n.g.

Und hier kommt die bewegte Geschichte der Kingsley Family: Zephanja Kingsley zog im jahr 1803 nach Spanisch Florida. 1803 wurde er ein erfolgreicher Kaufmann und Pflanzer. Seine afrikanische Frau, Anna Madgigine Jai, kam aus dem Senegal. Kingsley hatte sie 1806 als Sklavin in Havanna, Kuba gekauft und befreite Anna und ihre Kinder im Jahre 1811. Im Jahre 1814 zog er mit seiner Familie nach Fort George Island. Anna nutzte die spanischen Ansichten über Rasse und Gesellschaft, die es ihr ermöglichten eine eigene Plantage und Sklaven zu besitzen. Sie war auch Geschäftspartnerin ihres Mannes.

Als Spanien die Kontrolle über Florida 1821 verlor erließen die Gesetzgeber im neuen Territorium der Vereinigten Staaten schnell Gesetze, die die bürgerlichen Freiheiten der freien Schwarzen (auch diejenigen der Kingsley Familie) stark einschränkten. Kingsleys Kampf, ein gesellschaftliches System zu etablieren, wo Menschen durch ihren Stand und nicht durch ihre Hautfarbe beurteilt werden, wurde weitgehend ignoriert. Ab 1832 war die  Einschränkung der Rechte aller „Personen mit dunkler Hautfarbe“ unerträglich. Mit der Realität konfrontiert, dass seine Familie ihre Freiheit nach seinem Tod verlieren würde, begann er die Suche nach einem Land, wo sie ohne Einschränkung leben könnten ….

Erfahren Sie mehr unter http://www.nps.gov/timu 

 

savannah / scad museum

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Das Gute lag so nah……….

„The Divine Comedy: Heaven, Purgatory and Hell“ revisted by Contemporary African Artists – das Ausstellungsplakat vom Museum für Moderne Kunst MMK in Frankfurt hatten wir sehr wohl wahrgenommen. Es hing noch bei unserer Abreise nach Kanada am 20. Juli 2014. In den Wochen und Monaten vor unserem großen Trip war aber an Kulturevents nicht mehr zu denken. Wir hatten Kopf und Hände voll zu tun, unser Fahrzeug fertig zu machen und unser Leben in Frankfurt „abzuwickeln“.

Im November in Savannah angekommen, besuchten wir das SCAD Museum of Art – angezogen von der tollen Architektur des Gebäudes, bestehend aus einem alten Eisenbahndepot von 1853 kombiniert mit modernster Museumsarchitektur aus Beton und Glas im Jahre 2011. Und wir trauten unseren Augen nicht als uns das gleiche Ausstellungsplakat begrüßte, das wir in Frankfurt wahrgenommen hatten. Manchmal trägt uns das Schicksal das Glück hinterher. Eine sehr emotionale Ausstellung über Himmel, Hölle und Fegefeuer. Bis zum 25. Januar noch in Savannah zu sehen. Unbedingt empfehlenswert. Wie übrigens die ganze Stadt inclusive ihrer französichen Restaurants wie zum Beispiel das „Papillote“ 218 W Broughton Street.

Ein Tip für unsere Wohnmobil-Kollegen: Zwei Übernachtungen auf dem sehr zentralen Parkplatz des Visitorcenters sind für schlappe 12 $ zu haben. Und lasst Euch nicht irritieren von den Schildern, die darauf hinweisen, dass der Platz um 6 pm geräumt sein muss. © B.G. 

charleston

pond close to the drayton hall building staircase / drayton hall ballroom / drayton hall our truck in front of drayton hall

Charleston war eine der reichsten städte amerikas, zumindest vor dem „civil war“. Die stadt ist bekannt durch den gleichnamigen tanz und durch die dame mit dem bananenröckchen. josephine baker war´s, die den zappeligen charleston weltweit bekannt gemacht hatte. Die stadt ist aber auch bekannt durch die zahlreichen „plantations“, ehemalige residenzen der großgrundbesitzer. Wir suchten uns das ursprüngliche und nicht nachträglich modernisierte „drayton hall“ anwesen zur besichtigung heraus.

Der damaligen reichtum, so wurde uns erklärt, kam durch den großflächigen reisanbau zustande, wenig beachtung hingegen gab´s fuer diejenigen, die unter entsetzlichen qualen und entbehrungen für den reichtum ihrer besitzer sorgten, die sklaven. Charleston war eine der hauptumschlagplätze des sklavenhandel und kaum eine stätte erinnert heute an das zigtausendfache leid. Dafür wurde uns das luxuriöse leben der ehemaligen besitzer von „drayton hall“ in vielen Anekdoten und Jahreszahlen nähergebracht.  © n.g. 

 

blue ridge mountain parkway


hier sind einige impressionen von dem parkway…

… viel spaß bei dem „scenic drive“ und der musik von volker jaekel and elke schneider.

barbara fisher / asheville


Eigentlich hatten uns die „12  Bones“ nach West-Ashville geführt. Eine Kult-Kneipe mit Kult-Spareribs. Aber in West-Ashville findet sich auch jede Menge Kult-Ur. In den bunt bemalten alten Industriebacksteinbauten haben sich viele Künstler, Kunsthandwerker und solche, die für den touristischen Nippes sorgen, niedergelassen. In einem dieser Atelierhäuser begrüßten uns im Flur exemplarische Arbeiten von allen Bewohnern. Die Arbeiten, die uns sofort auffielen, waren allesamt Malereien von Barbara Fisher. Und sie zogen uns förmlich in ihr Atelier. © B.G.