neues co_work mit der argentinierin carolina himmel.
… ist die weltgrößte, mit lehm erbaute stadt! Großartig, wie unser guide victor, ein studierter archäologe, uns die symbolik der damals verwendeten reliefs erklärte. Das problem einer dreidimensionalen darstellung auf einer fläche konnten die alten ägypter nicht lösen und erst 1410 hatte flippo brunelleschi nach ansicht vieler kunsthistoriker die erste perspektivisch konstruierten bildtafeln der neuzeit erstellt.
Die chimú kultur (1250 bis 1470) löste das problem auf eine eigene, interessante weise. Alles was nahe am betrachter ist wird unten dargestellt, folgerichtig alles was weiter weg ist kommt darüber und die ferne ist ganz oben. Also, bei den ornamenten links und rechts neben der tür (im ersten bild) kommen ganz unten die eichhörnchen, darüber in waagrechten linien das wasser und richtig, die glatte fläche darüber: der himmel.
Victor sagte, das national geographic magazine bringt in seiner februar-ausgabe 2019 einen großen bericht über chan chan mit sensationellen, neuen entdeckungen…
Nach kuelap, dem kulturellen zentrum der chachapoyas, geht´s mittlerweile mit der seilbahn. Doch montags wird die gewartet und somit stehen die räder still. Doch es gibt eine piste zur bergstation, großartig für uns, denn so konnten wir – vom aufsichtspersonal abgesehen – völlig alleine die zweitwichtigste archäologische site in peru besichtigen.
Kuelap ist mit einer riesigen, fast 20 meter hohen steinmauer umgeben und hat nur drei durchlässe, die sich nach innen verjüngen und somit fast eine uneinnehmbare festung bilden. Ca 300 rundhäuser gab´s innerhalb der befestigung mit deren bau ca. 300 n.chr. begonnen wurde. da die chachapoyas in einer sehr fruchtbaren gegend der anden siedelten zeigten die inkas immer wieder begehrlichkeiten. Zwischen diesen kulturen gab´s dann auch viele auseinandersetzungen aber die inkas konnten dieses kriegerische volk erst 1475 unterwerfen, also kurz bevor die spanier das verderben über südamerika brachten. Von den ehemals etwa 500.000 menschen überlebten die eingeschleppten masern und pocken nur 90.000 doch wenig später starb das volk fast gänzlich aus.