Yearly Archives: 2016

templo la valenciana (iglesia de san cayetano) guanajuato


freunde, ihr wisst wie kritisch ich gegenüber religionen und kirchen eingestellt bin, aber hier ist eine story, die muss ich einfach posten:

„einer legende zufolge soll der spanier, der in der nähe die san-ramón-mine eröffnete, dem heiligen san cayetano versprochen haben, ihm zu ehren eine kirche zu bauen, wenn die mine ihm reichtum beschere.“

Hier aber mein favorite: „Eine andere sage will wissen, dass conde de rul, der silberbaron von valenciana, für die Ausbeutung der mienenarbeiter sühne leistete, indem er die prächtigste aller kirchen in stil des churrigierimus erbauen ließ.“

Wahrscheinlich mussten die tagelöhner von conde de rul die kirche für ein „vergelt´s gott“ bauen – war ja für einen guten zweck.

teatro juarez / guanajuato


ok, ok, als deutscher über pünktlichkeit zu reden, kann schnell peinlich werden. Aber wenn schon die mittagspause bis 17uhr geht, dann sollte man vielleicht die 50 leute, die um einlass begehren, nicht 30 minuten warten lassen. für´s fotografieren muss extra bezahlt werden, auch ok, aber dann bitte nicht alles absprerren, was eine gute perspektive ergeben könnte.

erbaut wurde dieses theater zwischen 1873 und 1903 und der damalige diktator porfirio díaz zeichnet für die protzige innendekoration mit verantwortlich.

parade in yerbabuena

In den 4 tagen, in denen wir in gunajuato waren, hatten wir vier dieser paraden miterlebt. Hier -vorab- ein kleiner umzug in den kleinen dorf inyerbabuena in der nähe guanajuato´s. die religiösität scheint in der bevölkerung tief verwurzelt zu sein, – immerhin mit recht viel lebensfreude.

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museo de las momias / guanajuato


Auf einem der staedtischen friedhöfe hatten sie gräber geöffnet um platz für neue leichen zu schaffen und entdeckten dabei, dass die meist nur wenige jahrzehnte alten leichen grotesk mumifiziert waren. Nun wird den bürgern von guanajuato ein hang zum makabren, morbiden nachgesagt und ich ahne, da könnte es zusammenhänge geben. Sinnigerweise standen im museum auch einige deckplatten der gräber mit inschriften wie namen, todesjahr und meist dabei noch r.i.p.(rest in peace). doch nun stehen die mumien mit runtergelassenen hosen im museum und werden von horden von schulkindern bestaunt. Diese dürfen bis zu einer größe von 1,20 umsonst ins museum und die über 60jährigen bekommen makabrerweise einen rabatt.

guanajuato


Traveler, kommst du nach guanajuato, übernachte hier: 21.00´52“N – 101.15´25.8W (in der nähe des „monumento el pipila“. Und kommt ihr mit großen (hohen) campern, dann bitte aufpassen und nicht in den zahlreichen tunneln stecken bleiben.

Die alte silberstadt liegt eingeklemmt zwischen bergen, hat viele prunkbauten und noch mehr kirchen aber keinen platz für einen großen, zentralen park. Dafür gibts viele lauschige, mit großen bäumen bestande plätze, unzählige kneipen und noch mehr souvenir shops. Gefeiert wird gerne, viel und ganz wichtig: laut.

guadalajara


Einige impressionen aus mexiko´s zweitgrößter stadt.

sayulita


Um hier nicht aufzufallen, sollte man alles mit einem surfbrett unterm arm erledigen, auch shoppen gehen. Der typ von der strandbar, der bereits vor sonnenuntergang die stühle aus dem sand räumt und die sonnenschirme einklappt, bedeutete uns, wir könnten gerne noch sitzen bleiben und uns im benachbarten oxxo (einer kleinen supermarktkette) einige kalte getränke kaufen. Strandverkäufer bieten von zuckerwatte bis zigarren, von hängematten bis sonnenschirme alles feil, wobei diese chicos nicht unbedingt auf der sonnenseite stehen.