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paso de cortés

popocatetétl

nachdem cortés in cholula ein massaker angerichtet hatte, zog er 1519 über diesen 3700m hohen pass um nach tenochititlán (heute méxico city) vorzurücken.

Dort oben zu stranden ist nicht lustig, was wir selber erfahren konnten. Abends zogen wir noch einen pick-up aus dem straßengraben (die hatten schon ihr zelt zum biwakieren aufgestellt) und am nächsten morgen sprang dann unser auto nicht mehr an. 4000m höhe mochte der motor wohl nicht und es wurde nacht, bis hilfe kam. Hilfsbereite mexikaner hatten einen mechaniker aus méxico city geholt und das starterspray hauchte dem benz neues leben ein.

spectrum / deutsche leasing

spectrum magazine / deutsche leasing / 2016 spectrum magazine / deutsche leasing / 2016

Ein schöner artikel über unsere reise durch beide teile des amerikanischen kontinents ist in dem deutschen magazin spektrum / deutsche leasing veröffentlicht worden.

cholula / great pyramid of cholula


Die weltgrößte pyramide, zumindest was das volumen betrifft, steht in cholula. Gewaltige 430x460m seitenlände und 66m hoch. Bei ankunft der spanier war diese kultstäte bereits aufgegeben und vollkommen überwachsen und natürlich wurde auf diesen „hügel“ gleich eine kirche gebaut. Mittlerweile haben die archäologen ein 8 km langes tunnelsystem durch die pyramide gegraben und dabei festgestellt, dass diese mindestens 5 mal überbaut und damit vergrößert wurde.

xico

"oktoberfest" at xico inn ball game area / xico inn repairman at night

Auch wenn wir wegen unserer fahrzeughöhe nicht durch den torbogen passten, beim hotel „hazienda xico inn“ (betrieben von einem deutsch-mexikanischen ehepaar) steht man klasse und wenn man ende oktober eintrifft, kann man das oktoberfest mitfeiern. Uns hat michael mit vielen dingen super unterstützt, hat u.a. einen mechaniker organisiert, der dann noch nächtens nach einem fehler in unserem kühlsystem gesucht hat. Wir verließen den platz mit dem kühlschrank voller bratwürste vom spezialmetzger aus puebla.

Das dörfchen xico schaut aus, als hätte es am wettbewerb „unser dorf soll schöner werden“ teilgenommen. Überall kopfsteinpflaster, kleine lädchen, nette und relaxte menschen. Die mexikaner wirken scheu und zurückhaltend aber jeder gruß wird mit mit einem breiten lächeln und „holá, que tal“ beantwortet.

Die hazienda „san bartolo“ in xico hat auch einen schönen campground, allerdings ist die einfahrt für größere fahrzeuge nicht ganz so einfach. Dafür gibt´s einen tollen blick auf den (noch ca. 70 km entfernten) 5610m hohen schneebedeckten„pico de orizaba“, dem höchsten berg in mexico, gratis dazu – wir blieben gleich zwei nächte.

schwalbenhöhle


Besser ist es, sich angeseilt bis an den abgrund der schwalbenhöhle heranzutasten. Der durchmesser ist oben lediglich 50 m, unten erweitert sie sich glockenförmig auf 150m. die sicherungsleine hat da eher symbolischen charakter und man kann nur hoffen, dass das gestein hält. die höhle ist bis zur ersten ebene 333m tief und fällt bis zu sohle auf stolze 512m ab. schwalbenhöhle heisst sie, weil die dort heimlichen segler sich abends zu tausenden fast senkrecht zu ihren schlafplätzen stürzen.

topes


Topes, so nennt man hier in méxico die fahrbahnschwellen. Nicht „tope“ das wäre singular und somit unsinnig. „topes“ heißen sie nunmal und das hat seinen grund. Sie kommen immer paarweise vor. Vor und nach jeder kreuzung, -gerne auch bei ampelkreuzungen-, vor und nach jeder möglichkeit, an denen fußgänger queren könnten, vor und nach jeder bushaltestelle. Mehrfach vor jeder ortseinfahrt und freilich auch mehrfach bei der ausfahrt. innerhalb der ortschaft spätestens alle 100m und gerne auch dazwischen. Wir reden hier von topes méxikanischer prägung, bei nicht-beachtung hebt das auto ab oder die achsen fehlen.

Topes, der thrill für die beschleunigung zwischendurch. 

tamul


Nach den ergiebigen regenfällen der letzten tage sollte der wasserfall von tamul beeindruckende wassermassen liefern. Es gab die möglichkeit mit kanus zu der basis des wasserfalls zu gelangen aber die strömung und die stromschnellen waren zu gefährlich, alle kanus waren am ufer vertäut. carlos jesus, ein freundlicher mexikaner, bot uns an, mit ihm und seinen freunden zu den fällen zu fahren, der weg dorthin -meinte er- sei unpassend für unseren großen truck. Nach etlichen kilometern und einer anstrengenden wanderung waren wir da. Das türkisfarbene wasser stürzt 105m senkrecht in einen anderen, der vielen regenfälle wegen, reißenden und schlammig gefärbten fluss. Sehr eindrucksvoll.

Danke an carlos, dass wir das erleben konnten, denn in der tat, der weg dorthin war derart zugewachsen, kein durchkommen mit unserem dicken lkw.